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GESCHICHTE 67
Es ist stürmische See. Ein Motorboot schleppt ein sehr viel größeres Schiff ab. Die beiden Schiffe sind durch eine Drahttrosse verbunden. Auf dem Motorboot ertönt plötzlich - bei starkem Sturm und starker Gischt- ein einziges durchdringendes Kommandowort des verantwortlichen Offiziers. "Hinlegen!" schreit er, und die ganze Besatzung wirf sich zu Boden. In diesem Augenblick zerreißt mit schrillem Klang die Drahttrosse. Das lose Ende peitscht wie eine wildgewordene Stahlschlange hin und her. Hätte sie einen der Männer getroffen, wäre er auf der Stelle getötet worden. Doch die Mannschaft hat wie selbstverständlich gehorcht, und so wurde niemand verletzt. Hätte jemand erst noch nach dem Grund des Kommandos gefragt und einen Augenblick gezögert, ihm nachzukommen, wäre er jetzt ein toter Mann. Ihr Gehorsam hat den Männern das Leben gerettet.
http://www.luellemann.net/index.htm
GESCHICHTE 117
An einem Montagmorgen besteigt ein Pastor den Bus, um in die Stadt zu fahren. Er reicht dem Busfahrer einen größeren Geldschein und wartet auf das Wechselgeld. Auf dem Sitzplatz angekommen, zählt er das Geld nach und stellt fest, daß ihm der Busfahrer zu viel herausgegeben hat. Er bleibt sitzen. und seine Gedanken machen sich an die Arbeit. Glücklicher Zufall. unwichtige Kleinigkeit oder ein Grund, ehrlich zu sein und dem Busfahrer das Geld zurückzugeben? Der Pastor findet manchen Grund, das Geld einfach zu behalten, aber schließlich siegt seine Gewissenhaftigkeit. Er steht auf, geht zum Busfahrer nach vorn und sagt: "Entschuldigen Sie, aber Sie haben mir zu viel Geld rausgegeben, als ich vorhin meine Fahrkarte bezahlt habe!" Der Fahrer erwidert locker: "Ich weiß, ich war gestern in Ihrer Kirche und hörte Sie über die Gebote Gottes sprechen. Da wollte ich nur mal ausprobieren, ob Sie selber auch tun, was Sie anderen predigen!"
http://www.luellemann.de/
Lieber Freund!
GESCHICHTE 92
"Wie geht es Dir? Ich habe Dir diesen Brief geschickt, um Dir zu sagen, wie wichtig Du mir bist.
Ich habe Dich gestern gesehen, als Du mit Deinen Freunden gesprochen hast. Ich habe den ganzen Tag gewartet und gehofft, Du würdest auch mit mir sprechen. Ich gab Dir einen Sonnenuntergang, um Deinen Tag zu beenden, ich schickte Dir eine kühle Brise, um Dich zu erfrischen - und ich wartete. Aber Du bist nicht gekommen. Das hat mich verletzt - aber trotzdem liebe ich Dich weiter, weil Du mein Freund bist.
Als ich Dich in der letzten Nacht sah, bekam ich Sehnsucht, Deine Stirn zu berühren und goß Mondlicht über Dein Gesicht. Wieder wartete ich, um mit Dir reden zu können. Aber nachdem Du erwacht warst, eiltest Du sofort zur Arbeit. Meine Tränen haben sich mit dem Regen vermischt.
Wenn Du mich nur anhören würdest. Ich liebe Dich! Ich versuche, Dir das durch den blauen Himmel heute zu sagen und durch das grüne Gras. Ich flüstere es in den Blättern der Bäume und atme es in den Farben der Blumen, ich rufe es in den reißenden Flüssen im Gebirge, und ich lasse Vögel Lieder meiner Liebe singen. Ich bedecke Dich mit warmem Sonnenschein und erfülle die Luft mit dem wunderbaren Duft der Natur. Meine Liebe zu Dir ist tiefer als der Ozean und größer als die größte Hoffnung in Deinem Herzen.
Frag mich! Sprich mit mir! Bitte, vergiß mich nicht. Ich möchte so vieles mit Dir teilen.
Ich will Dich nicht weiter bedrängen. Es ist einzig und allein Deine Entscheidung. Ich habe mich für Dich entschieden und werde warten - weil ich Dich liebe.
Dein Freund Jesus
http://www.luellemann.de/
GESCHICHTE 92
Palmbäume wachsen vor allem in wärmeren Ländern. In der Bibel wird das Leben als Christ mit einem Palmbaum verglichen. Wie alle anderen Baumarten nimmt die Palme ihre Feuchtigkeit durch die Wurzeln aus der Erde auf. Aber der Saft steigt nicht außen zwischen Rinde und Holz hoch und von da in die Äste und Zweige wie bei den meisten Bäumen, sondern in der Palme steigt der Saft in der Mitte hoch.
Die meisten Bäume kann man dadurch zerstören, dass man ringsherum am Stamm einen schmalen Streifen Rinde entfernt. Das Leben der Palme jedoch liegt nicht so dicht unter der Oberfläche und wird durch eine Verletzung der äußeren Schicht nicht betroffen. Um eine Palme zu vernichten, muss man sie ganz umhauen.
Dasselbe gilt auch für den Christen. Die Bibel fasst es treffend in die Worte: „Mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden“ (Röm. 10,10). Ein Christ wird nicht von dem berührt, was um ihn herum vorgeht; er bekommt Leben und Kraft durch den Heiligen Geist, der in ihm wohnt.
Die Palme grünt das ganze Jahr hindurch. Ihre Lebenssäfte fließen ständig. Ebenso sind Kinder Gottes tagaus tagein kraftvolle Zeugen der Gnade Gottes, weil Jesus Christus „gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“ ist. (Hebr. 13,8) Es ist auch unmöglich, den Palmbaum durch Pfropfen in eine andere Art zu verwandeln. Er würde dabei eingehen. Das ist auch für den Christen ein untrügliches Erkennungszeichen. „Niemand kann zwei Herren dienen.“ (Matth 6,24) Es ist nur ein Gott, und ihm allein sollen wir dienen.
„Der Gerechte wird grünen wie ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon. Die gepflanzt sind im Hause des Herrn, werden in den Vorhöfen unseres Gottes grünen. Und wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein!“ Ps. 92,13-15
(E. Cowman: Alle meine Quellen sind in dir)
http://www.auftanken.de/bl_zeugnisse/2009-07-01/
1. Christi Blut und Gerechtigkeit,
das ist mein Schmuck und Ehrenkleid;
damit will ich vor Gott bestehn,
wenn ich zum Himmel werd eingehn.
2. Ich glaub an Jesum, welcher spricht:
Wer glaubt, der kommt nicht ins Gericht.
Gottlob, ich bin schon frei gemacht,
und meine Schuld ist weggebracht.
3. Darum soll auch dieses Blut allein,
mein Trost und meine Hoffnung sein;
ich bau im Leben und im Tod
allein auf Jesu Wunden rot.
4. Und würd ich durch des Herrn Verdienst
auch noch so treu in seinem Dienst,
gewönn den Sieg dem Bösen ab
und sündigte nicht bis ins Grab:
5. so will ich, wenn ich zu Ihm komm,
nicht denken mehr an gut und fromm,
sondern: da kommt ein Sünder her,
der gern für's Lösgeld selig wär.
6. Wenn nun kam eine böse Lust,
so dankt ich Gott, daß ich nicht mußt;
ich sprach zur Lust, zum Stolz, zum Geiz:
dafür hing unser Herr am Kreuz.
7. Solange ich noch hienieden bin,
so ist und bleibet das mein Sinn:
ich will die Gnad in Jesu Blut
bezeugen mit getrostem Mut.
8. Du Ehrenkönig, Jesu Christ,
des Vaters einger Sohn Du bist;
erbarme Dich der ganzen Welt
und segne, was sich zu Dir hält!
Nikolaus Ludwig
Graf von Zinzendorf
(1700 - 1760))
http://www.christliche-gedichte.de/?pg=4304